Buchtipps

Waguih Ghali, „Snooker in Kairo“ (Beck) € 22

Ram und Font stammen aus der ägyptischen Oberschicht, es ist das Kairo der 1950er-
Jahre, das heute sehnsüchtig verklärt wird. Sie sind eher europäisch, aber nicht
arabisch geprägt und schon gar nicht religiös. Ghalis einziger Roman wurde während
des Arabischen Frühlings zu einem Fanal für die Demonstrierenden, weil das von ihm
beschriebene Ägypten unter Nasser mit seiner Repression so sehr an die Gegenwart
erinnert. Er zeichnet ein faszinierendes Zeitbild, mit trockenem Humor und voller Melancholie, und
erzählt nebenbei auch noch eine aufwühlende, gefährliche Liebesgeschichte. Toll! (Arlette Eichhorn)

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Haruki Murakami, „Die Ermordung des Commendatore 1“ (Dumont) € 26

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Fernando Aramburu, „Patria“ (Rowohlt) € 25