Buchtipps

Ulrich Alexander Boschwitz, „Der Reisende“ (Klett-Cotta) € 20

Die grosse Wiederentdeckung – Deutschland im November 1938. Otto Silbermanns Verwandte und Freunde sind verhaftet oder verschwunden. Er selbst versucht, unsichtbar zu bleiben, nimmt Zug um Zug, reist quer durchs Land. Inmitten des Ausnahmezustands. Er beobachtet die Gleichgültigkeit der Masse, das Mitleid einiger Weniger. Und auch die eigene Angst. Grandios …

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Emily Ruskovich, „Idaho“ (Hanser) € 24

Die Geschichte einer Familie und eines unbegreiflichen Verbrechens. Ein flirrender Sommertag in Idaho, USA: Die Luft steht, die Mutter hat ein Beil in der Hand – und innerhalb eines Augenblicks ist die Idylle zerstört. Ein atemberaubender Roman über das Unbegreifliche in uns und ein außerordentliches Debüt! (Sonja Hornfeck, Annette Keszler …

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Arno Geiger, „Unter der Drachenwand“ (Hanser) € 26

Veit Kolbe verbringt ein paar Monate am Mondsee, unter der Drachenwand, und trifft hier zwei junge Frauen. Doch Veit ist Soldat auf Urlaub, in Russland verwundet. Was Margot und Margarete mit ihm teilen, ist seine Hoffnung, dass irgendwann wieder das Leben beginnt. Ein herausragender Roman über den einzelnen Menschen und …

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Fernando Aramburu, „Patria“ (Rowohlt) € 25

„Patria“ heißt Vaterland, Heimat. Aber was ist Heimat? Bittori sitzt am Grab ihres Mannes Txato, der vor über zwanzig Jahren von ETA-Terroristen erschossen wurde. Sie erzählt ihm, dass sie beschlossen hat, in das Haus, in dem sie wohnten, zurückzukehren. Denn sie will herausfinden, was damals wirklich geschehen ist, und wieder …

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Waguih Ghali, „Snooker in Kairo“ (Beck) € 22

Ram und Font stammen aus der ägyptischen Oberschicht, es ist das Kairo der 1950er- Jahre, das heute sehnsüchtig verklärt wird. Sie sind eher europäisch, aber nicht arabisch geprägt und schon gar nicht religiös. Ghalis einziger Roman wurde während des Arabischen Frühlings zu einem Fanal für die Demonstrierenden, weil das von …

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Haruki Murakami, „Die Ermordung des Commendatore 1“ (Dumont) € 26

Man liest dieses Buch in einem Atemzug und stellt dann fest, dass eigentlich alle Erzählstränge noch offen zutage liegen. Das ist der große, wenn auch einzige Nachteil dieses Romans: Der zweite Teil erscheint erst Mitte April. (Annette Keszler)

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Nadja Spiegelman, „Was nie geschehen ist“ (Aufbau) € 22

Als Kind glaubt Nadja Spiegelman, ihre Mutter sei eine Fee… Spiegelman erzählt mehr als ihre eigene Geschichte. Sie zeichnet die Lebenswege dreier Frauen nach, deren Schicksale kaum enger miteinander verknüpft sein könnten. Ein eindrucksvolles Debüt über die blinden Flecken in Familien, über die Unzuverlässigkeit unserer Erinnerung und über die Kraft …

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Négar Djavadi, „Desorientale“ (Beck) € 22

In Teheran geboren und seit Jahren im Pariser Exil, hat Kimiâ stets versucht, ihr Land, ihre Kultur, ihre Familie auf Abstand zu halten. Doch die Geister der Vergangenheit holen sie wieder ein, um in einem überwältigenden Bilderreigen die Geschichte der Familie Sadr in drei Generationen vor ihr abzuspulen: die Drangsale …

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Margriet de Moor, „Von Vögeln und Menschen“ (Hanser) € 23

Ein Mord, ein Geständnis und der Wunsch nach Rache. Vor dem Amsterdamer Hauptbahnhof klafft eine Baugrube. Auf dem schmalen Steg davor begegnen sich zwei Frauen. Schreiend beginnt die jüngere auf die ältere einzuschlagen, bis diese in die Grube stürzt und den Tod findet. Ein Roman über drei starke Frauen – …

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Mareike Fallwickl, „Dunkelgrün – fast schwarz“ (FVA) € 24

Dieses packende Debüt bringt alle Facetten der Freundschaft zum Leuchten. Raffael, der Selbstbewusste mit dem entwaffnenden Lächeln, und Moritz, der Bumerang in Raffaels Hand: Seit ihrer ersten Begegnung als Kinder sind sie unzertrennlich, Raffael geht voran, Moritz folgt. Und dann kommt Johanna in das einsame Bergdorf und weitet das Band …

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