Mittwoch, 25. November 2009, 20 Uhr
in der Buchhandlung

Amir Hassan Cheheltan und Peter Kirchheim stellen den neuen Roman Teheran Revolutionsstraße vor, Lesung von Peter Veit (BR)

Der Aufstieg eines zwielichtigen Operateurs von Jungfernhäutchen zum Klinikchef, der sich in eine seiner Patientinnen verliebt, ist Ausgangspunkt für ein Sittenbild der iranischen Gesellschaft, deren politische, wirtschaftliche und soziale Zwänge und Verwerfungen ein junges Liebespaar auf grausame Weise scheitern lassen. ‚Teheran Revolutionsstrasse‘ der, in Teheran nicht veröffentlichte Roman Cheheltans, porträtiert den unbekannten Alltag von Menschen der Teheraner Megacity.

Amir Hassan Cheheltan ist für ein Jahr Gast des DAAD in Berlin und nimmt an zahlreichen Veranstaltungen, wie z. B. dem Int. Literaturfestival Berlin teil. Weitere Infos, Termine, Leseprobe: www.kirchheimverlag.de

Amir Hassan Cheheltan, *1956 Teheran, 1976 erster Erzählband, „Ehefrau auf Zeit“, 1979 Durchbruch als Schriftsteller mit „Am stummen Fenster“. Er beendet sein technisches Studium in England. Wehrdienst, Irakkrieg (1980-88). Während des Krieges erster Roman, „Die Klage um Qassem“, der jedoch erst 2002 unter strengen Auflagen erscheinen darf. 2 Jahre mit Frau und Kind als Writer in Residence in Certaldo/Italien: der Roman „Teheran, Stadt ohne Himmel“ entsteht. 2001 kehrt der Autor nach Teheran zurück: Filmskript zu „Cut! Verbotene Zone“ (2004). Sein letzter Roman „Iranische Morgenröte“ wird 2007 für den Staatlichen Buchpreis nominiert, wogegen er sich wegen der häufigen Publikationsverbote (vergeblich) verwahrt. Insgesamt wurden bisher sechs Romane und fünf Erzählbände veröffentlicht.
In Deutschland ist Cheheltan durch die scharfsichtigen und scharfzüngigen Feuilletons zur Lage im Iran bekannt (seit 2004 in der Frankfurter Allgemeinen und in der Süddeutschen Zeitung). Von 2001 bis 2004 Mitglied im Vorstand des Iranischen Schriftstellerverbands. Er lebt mit Frau und Sohn in Teheran.

Die Kritik der SZ

Amir Hassan Cheheltan - Teheran RevolutionsstraßeAmir Hassan Cheheltan
Teheran Revolutionsstraße
208 Seiten, 2009,
P.Kirchheim Verlag,
22.00 EUR

Dienstag, 10. November 2009, 20 Uhr
in der Buchhandlung

Sibylle Lewitscharoff stellt ihren neuen Roman Apostoloff vor (Preis der Leipziger Buchmesse 2009).

Zwei Schwestern. Die eine auf der Rückbank, die andere auf dem Beifahrersitz, die eine scharfzüngig und kampflustig, die andere nachsichtig und höflich: Sie sind unterwegs im heutigen Bulgarien. Auf der ersten Hälfte ihrer Reise waren sie Teil eines prächtigen Limousinenkonvois, der die Leichen von 19 Exilbulgaren – in den Vierzigern von Sofia nach Stuttgart ausgewandert – in ihre alte Heimat überführte. Darunter der frühverstorbene Vater der Schwestern. Jetzt sind sie Touristinnen, chauffiert vom langmütigen Rumen Apostoloff. Er möchte den beiden die Schätze seines Landes zeigen, die Keramik mit Pfauenaugendekor (dessen Kobaltblau giftig ist), die Schwarzmeerküste (komplett versaut), die Architektur (ein Verbrechen des 20. Jahrhunderts). Die Jüngere, die Erzählerin, spuckt Gift und Galle.

Apostoloffs Vermittlungsversuche zwischen Sofia und Stuttgart sind zunächst wenig erfolgreich. Denn das bulgarische Erbe der Schwestern wiegt schwer – wenn der Vater, der erfolgreiche Arzt und schwermütige Einwanderer, in ihren Träumen auftaucht, schlängelt das Ende des Stricks, an dem er sich erhängt hat, noch hinter ihm her. Doch dem »Unglück, das dieses Aas von einem Vater auf Häupter und Herzen seiner Töchter geladen hat« wird nicht auf melancholische Art begegnet.

Sibylle Lewitscharoffs Roman ist eine Suada von der Rückbank, die bissige, rabenschwarze und erzkomische Abrechnung einer Tochter mit dem Vater und seinem Land.

Die Kritik der SZ

Sibylle Lewitscharoff - Apostoloff

Sibylle Lewitscharoff
Apostoloff
247 Seiten, 2009, Suhrkamp, 19.80 EUR

Donnerstag, 23. Juli 2009, 20 Uhr
Ort: bosco, Oberer Kirchenweg 1, 82131 Gauting
Kartenreservierung und Bestellung signierter Bücher in der Buchhandlung, Tel. 089/8503511, Eintritt € 10.-
Thomas Thieme zu Gast in Gauting

Die Buchhandlung Kirchheim und das Theaterforum laden gemeinsam ein zu einer Buchvorstellung im bosco in Gauting:

Thomas Thieme
Ich Faust
Frank Quilitzsch – Gespräche

(Verlag Theater der Zeit)

Seit neun Jahren sind sie im Dauergespräch – der Ost-West-Schauspieler Thomas Thieme, Jg.1948 und sein Kritiker Frank Quilitzsch. Neun Jahre beginnt jedes der für eine Tageszeitung geführten über 100 Telefonverhöre mit der Frage: „Herr Thieme, wo sind Sie?“ Thomas Thieme, Deutschlands Schauspieler des Jahres 2000, verkörperte in seiner Geburtsstadt Weimar den Faust, in München den Othello und spielte in Salzburg und Berlin alle vier Hauptrollen in Luk Percevals Molière-Projekt. Den Münchnern ist er außerdem aus Percevals grandiosen „Schlachten“ in blendender Erinnerung. Er stand in „Der Untergang“ und „Das Leben der Anderen“ vor der Kamera, war gerade in „Krupp – eine deutsche Familie“, im „Baader Meinhof Komplex“ und in „Effi Briest“ zu erleben. Im Herbst kommt ein Dreiteiler ins Fernsehen, in dem er Helmut Kohl spielt. Und er ist der „Neue“ an Iris Berbens Seite, als Ko-Kommissar von Rosa Roth.
In dem Interviewband von Frank Quilitzsch beantwortet Thieme so provokante Fragen wie z.B.“ Herr Thieme warum werden gerade Sie als Bösewicht eingesetzt?“ Er spricht mit seinem Interviewpartner über seine Arbeit, das Theater, Fußball, Gott und die Welt.
„In den Texten erfährt man nicht nur jede Menge über den Menschen Thieme, sondern auch über die Lust und den Frust der deutschen Theaterwelt.“ (3sat)
Die beiden Dialogpartner werden einige Höhepunkte aus dem Buch vortragen, ehe sie zum Live-Gespräch übergehen. Die Lesung findet am Vorabend zur letzten Münchner „Othello“-Vorstellung statt.

Frank Quilitzsch, Jg. 1957, wuchs in Moskau und der DDR auf; Germanistik-Studium in Jena, Promotion 1985. Vier Jahre Deutschlektor in Syrien und China. Seit 1991 Kulturredakteur der Thüringischen Landeszeitung in Weimar.

Die Kritik der SZ

Thomas Thieme - Ich Faust - Frank Quilitzsch - GesprächeThomas Thieme
Ich Faust
Frank Quilitzsch – Gespräche
250 Seiten mit Abb.,
2008, Verlag Theater der Zeit, 18.00 EUR

Montag, 13. Juli 2009, 20 Uhr
in der Buchhandlung

Prof. Eckhard Frick und Dr. Carola Riedner
stellen das soeben im Kohlhammer Verlag erschienene Buch vor:

Spiritualität und Medizin
Gemeinsame Sorge für den kranken Menschen

Welche Bedeutung hat Spiritualität im Umfeld von Medizin und Pflege? Wie wirken sich religiöse Einstellungen und Praktiken auf Krankheitsverarbeitung, Gesundungsprozesse und Lebensqualität aus? Wie gehen Ärzte, Pflegekräfte, Psychotherapeuten und Seelsorger mit spirituellen Bedürfnissen von Patienten und Angehörigen um? Welche Bedeutung hat dies bei Therapie-Entscheidungen?
Der vorliegende Band zeigt auf, wie der Zusammenhang zwischen Medizin und Spiritualität Berücksichtigung findet in Forschung, Lehre und Ausbildung. Fachleute aus der Pflege und verschiedenen medizinischen Fachgebieten, aus christlichen Theologien und Kirchen, aus Judentum und Islam, aus Psychologie und Soziologie kommen in diesem Buch zu Wort. „Wer über Spiritualität in der multikulturellen und multireligiösen Gegenwart nachdenkt, kann dies nicht ohne authentische Stimmen aus anderen Religionen und Traditionen, Kulturkreisen und Sprachwelten tun.“ (Aus dem Vorwort der beiden Herausgeber Eckhard Frick und Traugott Roser.)
Carola Riedner schreibt in ihrem Beitrag Spiritualität und Psychoonkologie: „Das Fragmentarische des Lebens überhaupt wird an einer Krankheit wie Krebs exemplarisch offenbar. Verborgene oder übersehene Dimensionen des Lebens werden neu bedeutsam, so wie die WHO-Definition der Palliativmedizin nicht nur von Linderung der physischen, sondern auch psychischen Schmerzen spricht und daneben der Fürsorge um die sozialen und spirituellen Bedürfnisse einen gleichwertigen Platz zuspricht.“

Eckhardt Frick SJ, 1974 Abitur, danach Studium der Medizin, Philosophie und Theologie in Freiburg,1982 Promotion in Medizin an der Uni Münster, 1987 Facharzt für Psychiatrie, 1995 Abschluss der psychoanalytischen Ausbildung, 2007 Habilitation an der LMU für das Fach Medizin und Psychotherapie.

Carola Riedner, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Psychotherapeutin, Psychoonkologin. Verantwortliche onkologische Ärztin in der Münchener onkologischen Praxis (MOP). Carola Riedner ist im Vorstand am Tumorzentrum München. Sie lebt mit ihrer Familie in Gauting.

Spiritualität und Medizin

Eckhard Frick, Traugott Roser (Hg.)
Spiritualität und Medizin Gemeinsame Sorge für den kranken Menschen
200 Seiten, 2009,
Kohlhammer
19.00 EUR

Mittwoch, 13. Mai 2009, 20 Uhr
in der Buchhandlung

Michael Pröttel  stellt vor: Berge – Kinder – Sagen – Meer

Gründe zum Wandern gibt es viele. Die Schönsten davon präsentiert der erfolgreiche Buchautor mit einer Dia-unterstützten Lesung in der Buchhandlung Kirchheim.

Michael Pröttel, Diplomgeograf, arbeitet als Journalist und Fotograf für alpine Zeitschriften. Er ist Vorsitzender der Alpenschutzorganisation MOUNTAIN WILDERNESS.

Buchveröffentlichungen u.a.: „Wochenendtouren in den Nordalpen“, „Gebirgszüge, Mit Bahn und Bus in die Münchner Hausberge“, „Mit Kindern ins Gebirge“, „Es spukt in Oberbayern“, „Wandern, wenn die Sonne brennt“. Michael Pröttel lebt mit seiner Familie in Wörthsee.

Samstag, 9. Mai 2009 ab 14 UhrEin Nachmittag im Marienstift – Gautinger Autoren lesen zum 40-jährigen Jubiläum des Caritas Altenheims Marienstift. 
Eine Veranstaltung der Buchhandlung Kirchheim.

Sabine Zaplin beginnt mit ihrem Roman „Königskinder“.

– Gerd Holzheimer „Auf Trüffeljagd im Fünfseenland“

– Gudrun Haag stellt „Die Klippe“ von Katrine von Hutten vor.

Irina Korschunow liest aus ihrem Roman „Malenka“.

Peter Kirchheim liest Szenen aus dem „Kasperlbuch“
von Ludwig Maria Beck.

Bernd Wiedemann und Horst Rieboldt:
„Der große Mann und der kleine Hund“

– Maria von Taube liest aus „Von Bayern und Balten“.

Rosemarie Zacher liest aus ihrem Buch „Der Traum vom Fliegen“.

Bettina Stackelberg beschließt die Veranstaltung mit ihrem
Ratgeber „Selbstbewusstsein“, Lesung und Gespräch.

Die Autoren sind gerne bereit, ihre Bücher für Sie zu signieren.
Jede Lesung dauert 15 bis 20 Minuten. Jeweils nach drei Lesungen gibt es eine kurze Pause, in der kleine Erfrischungen gereicht werden.

Wir danken der Gemeinde Gauting für die großzügige Unterstützung!

Langsamer Abschied - Irina Korschunow
Ludwig Maria Beck
Das Kasperlbuch
32 Seiten mit 11 Farbbildern, 2009,
P. Kirchheim Verlag
14.95 EUR
Dienstag, 24. März 2009, 20 Uhr
Gautinger Kriminacht
in der Buchhandlung
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Krimifestival München

Der Gautinger Autor Harry Luck
liest aus seinem aktuellen Krimi Das Lächeln der Landrätin

Eine Starnberger Landrätin mit Vergangenheit im Rotlichtmilieu und großen politischen Ambitionen bringt Politik, Polizei und die Redaktion einer Boulevardzeitung in Bedrängnis.
Der Journalist („Focus“) und Autor Harry Luck ist ein ausgewiesener Kenner der bayerischen Politik. Nach seinen viel beachteten Politkrimis „Schwarzgeld“ und „Wiesn Feuer“ bietet auch sein neuer Roman spannende Einblicke hinter die Kulissen der weiß-blauen Macht.
Harry Luck, geb. 1972 in Remscheid, lebt in Gauting und arbeitet als Reporter und Redakteur.

Die Kritik der SZ

Harry LuckHarry Luck 
Das Lächeln der Landrätin

KBV Taschenbücher,
237 Seiten, 9.50 EUR

Donnerstag, 19. Februar 2009, 20 Uhr
in der Buchhandlung

Irina Korschunow
liest aus ihrem neuen Roman Langsamer Abschied

Eine bewegende Liebesgeschichte der großen Erzählerin Irina Korschunow.
Pierre und Nora, zwei, die zusammengehören, gemeinsam reden und schweigen, sich streiten und vertragen, Pläne machen und wieder verwerfen – bis Pierre mit seinem Auto in die Katastrophe rast und nichts mehr so ist wie zuvor.
Ihre Geschichte beginnt zwischen den schrägen Wänden am Göttinger Goldgraben, wo bei klarem Wetter ein Quadrat des Sternenhimmels durch das Dachfenster funkelt. Pierre studiert Physik, Nora Kunstgeschichte, und als sie sagt: »Ja, ich will bei dir bleiben«, gilt das für immer – glaubt sie. Doch der Unfall, bei dem Pierre schwer verletzt wird, wirft Nora aus der Bahn. Ein nicht enden wollender Albtraum beginnt. Sie kann sich nicht verzeihen, dass sie im Streit auseinandergingen, bevor das Unglück geschah. Wird sie jemals wieder aus dem Labyrinth von Schmerz und Schuldgefühlen herausfinden? Vielleicht sogar noch einmal von Liebe reden können?
»Irina Korschunow besitzt eine Kraft und eine Ruhe, die auch ihre Geschichten mit Kraft und Ruhe und Sicherheit erfüllen.« Sybil Gräfin Schönfeldt

Irina Korschunow, geboren am 31. Dezember 1925, aufgewachsen in Stendal, veröffentlichte zahlreiche erfolgreiche Romane, darunter „Glück hat seinen Preis“ (1983), „Der Eulenruf“ (1985), „Das Spiegelbild“ (1992), „Ebbe und Flut“ (1995), „Von Juni zu Juni“ (1999) und „Das Luftkind“ (2003). Darüber hinaus ist sie eine der bekanntesten Kinder- und Jugendbuchautorinnen; ihre Bücher wurden in mehr als zehn Sprachen übersetzt und mit vielen Preisen ausgezeichnet. Sie lebt in der Nähe von München.

Langsamer Abschied - Irina Korschunow

Irina Korschunow
Langsamer Abschied

160 Seiten, 2009, Hoffmann und Campe. 16.95 EUR
Irina Korschunow