Dienstag, 11. Dezember 2007, 20 Uhr
in der Buchhandlung

Barbara Seeberg stellt ihren ersten Gedichtband vor:
Gestern das Rot aus dem Kehlchen
Verlag Steinmeier

In der von Anton G. Leitner edierten Reihe Poesie 21 erscheint Barbara Seebergs Lyrik-Debut, das dicht und leicht gelungen ist.
Barbara Seeberg, geb.1941 in Westpreußen, lebt nach längerem Aufenthalt in Asien seit 1982 in Gauting.

Thomas Rosenlöcher, zur Zeit Stipendiat der Villa Waldberta, liest aus Flockenkarussell – Blüten-Engel-Schnee-Gedichte
Insel Verlag

Thomas Rosenlöcher, geb. 1947 in Dresden, lebt und arbeitet in Kleinschachwitz/Sachsen. Er erhielt zahlreiche Preise u.a.: Hölderlin-Preis der Stadt Tübingen, Wilhelm-Müller-Preis des Landes Sachsen-Anhalt, Hugo-Ball-Literaturpreis.

Veröffentlichungen (Auswahl):
Ostgezeter, Beiträge zur Schimpfkultur Suhrkamp 8. Auflage 2007
Die verkauften Pflastersteine, Suhrkamp 2003,
Die Wiederentdeckung des Gehens beim Wandern, Suhrkamp 1991
Drei Kapitel über Eduard Mörike, Verlag Ludwig Keicher 2004

Der Cellist Heinrich Klug begleitet die Lesung musikalisch.Die Kritik der SZ

Barbara Seeberg
Gestern das Rot aus dem Kehlchen
61 Seiten. 2007 Verlag Steinmeier 12.80 EUR

Thomas Rosenlöcher
Das Flockenkarussell
103 Seiten, gebunden.
2007 Insel, Frankfurt
11.80 EUR

Sonntag, 2. Dezember 2007 Matinee um 11 Uhr 30
in der Buchhandlung

Alois Prinz stellt sein neues Buch vor:
Der erste Christ – Die Lebensgeschichte des Apostels Paulus
Verlag Beltz und Gelberg

Die Evangelische Kirchengemeinde und die Buchhandlung Kirchheim laden gemeinsam zu diesem literarischen Frühstück ein.

Vom Saulus zum Paulus – die Geschichte eines radikalen Lebens neu erzählt von Alois Prinz. Wie bei seinem letzten Buch, der Lebensgeschichte der Ulrike Meinhof, greift Prinz wieder ein spannungsreiches Leben auf. Er rekonstruiert Paulus’ Leben und Wirken auf der Basis neuerer archäologischer und theologischer Erkenntnisse in einem Buch, das sich, wie seine früheren ausgezeichneten Biografien, an Jugendliche und Erwachsene wendet.

Alois Prinz, geb. 1958 in Niederbayern, studierte in München Philosophie, Germanistik und Politologie. Promotion 1988 über die Studentenbewegung. 2004 erhielt er den Deutschen Jugendbuchpreis für sein Buch Lieber wütend als traurig. Die Lebensgeschichte der Ulrike Marie Meinhof.

Seine erfolgreichen Biografien sind sowohl im Verlag Beltz und Gelberg als auch als bei Suhrkamp erschienen. Eine Auswahl:
Beruf Philosophin. Die Lebensgeschichte der Hannah Arendt.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Die Lebensgeschichte des Hermann Hesse.
Auf der Schwelle zum Glück. Die Lebensgeschichte des Franz Kafka.

Die Kritik der SZ

Alois Prinz
Der erste Christ
248 Seiten, gebunden
2007 Beltz 18.00 EUR
40 Jahre Buchhandlung Kirchheim

Die Lesungen in der Jubiläumswoche vom 5.11.  bis 11.11.2007

Montag, 5.11.07, 20 Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt: € 6

Laura Waco kommt aus Kalifornien und liest noch einmal aus ihrem erfolgreichen Buch Von Zuhause wird nichts erzählt.

Anschließend Gespräch mit Verleger P. Kirchheim
Videoaufzeichnung der Lesung: Michael Verhoeven (Sentana Film)

Dieses Buch ist etwas ganz Eigenes, das sich wie ein Roman liest, wie ein Roman gebaut ist, mit einer Sprache eigener Prägung. Er führt das Erwachsenwerden einer Tochter von überlebenden Juden vor, die untereinander polnisch und jiddisch reden. In ihrer bayerischen, deutschen Heimat wird sie zu einer jüdischen Deutschen der Nachkriegsgeneration. Das erzählt sie ganz ursprünglich und gleichzeitig in kunstvollem Originalton: Auch eine Liebeserklärung an Deutschland.

Laura Waco Von Zuhause wird nichts erzählt
283 Seiten, P. Kirchheim Verlag, 19.90 EUR

Die Kritik der SZ

Von Zuhause wird nichts erzählt
Eine jüdische Geschichte aus Deutschland
Mittwoch, 7.11.07, 20 Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt: € 10, ermäßigt € 8

Rüdiger Safranski liest aus Romantik – Eine deutsche Affäre.

Die Romantik, neben dem Idealismus der Inbegriff des deutschen Geistes, ist in aufgeklärten Zeiten an den Rand gedrängt worden. Rüdiger Safranski holt sie für uns ins Zentrum zurück. Er beschreibt die Romantik als Epoche, ihre Zeitgenossen Tieck, Novalis, Fichte, Schelling, Schleiermacher oder Dorothea Veit, die für die Entfesselung des Genies stehen, für den Aufbruch ins Grenzenlose, für die Lust am Experiment. Und er erzählt die Geschichte des Romantischen, die bis heute fortlebt. Sie handelt von der Karriere des Imaginären und führt über Heine, Richard Wagner, Nietzsche und Thomas Mann bis in die Gegenwart – die Biographie einer Geisteshaltung.

Die Kritik der SZ

Rüdiger Safranski
Romantik
Eine deutsche Affäre
423 Seiten. 2007
Hanser 24.90 EUR

Samstag, 10.11.07, ab 19 Uhr
in der Buchhandlung,
Eintritt: € 12, ermäßigt € 8, inklusive Getränke und Imbiss.

Lange Lesenacht: Giacomo Casanova „Aus meinem Leben“.

Es lesen Peter Veit (BR), Schüler der Otto-Falckenberg-Schule, Sebastian Hofmüller und weitere Vorleser.

Giacomo Casanova (1725 bis 1798), dessen Abstammung nie völlig geklärt wurde, blieb seinen Zeitgenossen Rätsel und Anstoß. Nach seiner Flucht folgten anderthalb Jahrzehnte Irrfahrten durch Europa und immer wieder Skandale. Seinen Lebensabend verbrachte er als Bibliothekar in Böhmen.

Die Kritik der SZ

Mittwoch, 17.10.07, 20 Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt: € 8, ermäßigt € 6

Ilija Trojanow liest aus Der Weltensammler.
Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse, Kategorie Belletristik 2006.

Ein spannender Roman über den englischen Abenteurer Richard Burton (1821-1890). Anstatt in den Kolonien die englischen Lebensgewohnheiten fortzuführen, lernt er wie besessen die Sprachen des Landes, vertieft sich in fremde Religionen und reist zum Schrecken der Behörden anonym in den Kolonien herum. Trojanows farbiger Abenteuerroman über diesen Exzentriker zeigt, warum der Westen bis heute nichts von den Geheimnissen der anderen Welt begriffen hat.

Ilija Trojanow
Der Weltensammler
Roman, 473 Seiten.
Hanser 24.90 EUR

Samstag, 16.6.07, 15 Uhr und 18 Uhr
in der Güterhalle am Bahnhof Gauting

Um 15 Uhr liest Peter Veit (BR) „Bahnhofsgeschichten“
von A. Link, Thomas Wolfe, Georges Simenon, Karl Valentin, Hermann Hesse und Maria von Taube sowie um 18 Uhr von Thomas Mann.
Ausgewählt von Luitgard Kirchheim und Eva Viechtbauer.

Donnerstag, 19.4.07, 20 Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt: € 8, ermäßigt € 6

Katja Huber liest aus Reise nach Njetowa und Gabriele Stötzer aus Das Leben der Mützenlosen, vorgestellt von Peter Kirchheim.

Katja Huber  Reise nach Njetowa
192 Seiten, Englische Broschur, 2007, 19.90 EUR

Tanja fliegt nach Sankt Petersburg, um einen ungewöhnlichen Reiseführer zu schreiben. Ungewöhnlich, weil sie den Inhalt – erfindet. Sie weiß noch nicht, daß ihr ein wesentlich älterer Mann folgt. Sie verlieben sich ineinander: eine unglückliche Affäre, die mit Betrug, Eklat und Gedächtnisverlust fortschreitet.
Katja Huber verfolgt Tanjas verschlungene Wege mit sich selbst zurecht zu kommen, in der Kommunalka, als Arzthelferin, auf dem Flohmarkt und in der Disco, bei Marktfrauen, bettelnden Kindern. In einer Geschichte, die 25 Jahre früher beginnt, einer Geschichte vom Verlassen, Verlorenheit und Inzest – wie immer bei Katja Huber mit Phantasie, Witz und schnellem, lockerem Dialog. Und mit spannenden Leerstellen, die den Leser verführen, die Figuren lebendig werden zu lassen.

Gabriele Stötzer  Das Leben der Mützenlosen
142 Seiten, Englische Broschur, 2007, 16.90 EUR

Die Frau ist eine unauffällige Staatsbürgerin in einer ostdeutschen Kleinstadt, die ein Leben der Genügsamkeit führt. Ihre Tage sind sicher eingebettet in den unbedeutenden Alltag. Außergewöhnlich ist nur, daß sie ein Auto hat.
Als sie eines Tages von einem Unbekannten angesprochen wird, ob sie eine Fahrt für ihn machen würde, beginnt sich ihr Leben langsam zu verändern. Sie kann ihre Augen nicht mehr davor verschließen, daß die Welt, in der sie sich immer relativ sicher gefühlt hat, nur ein Trugbild war. Ein Polizist steht unvermittelt in ihrem Fotolabor … Sie erfährt von einer Gruppe, der sie helfen soll. Doch erst als sie vor der Ladung für ihr Auto steht, begreift sie …

Die Kritik der SZ

Montag, 23.4.07, 20 Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt: € 8, ermäßigt € 6

Rainer Schmitz stellt zum Welttag des Buches
sein Literaturlexikon Was geschah mit Schillers Schädel? vor.

Alles, was Sie in herkömmlichen Literaturlexika nicht finden konnten.
Rainer Schmitz hat 20 Jahre für dieses Lexikon recherchiert, notiert und archiviert. Jetzt ist es da und öffnet ungeahnte Blicke auf die Literaturgeschichte.

Die Literatur besteht aus Werken. Ja. Aber es gibt immer die Menschen, die sie geschrieben haben. Über die steht in herkömmlichen Lexika meist kärglich wenig. Dabei weiß fast jeder, dass Bertolt Brecht ein schlechter Schüler war. Und Thomas Mann auch. Mehr darüber zu finden ist aber schwierig – das heißt: war schwierig. Denn ab September gibt es Den Schmitz. Da schlägt man einfach nach und sieht, welcher Literat ein schlechter Schüler war und welche Geschichten sich darum ranken. Oder wo Schillers Schädel ist, wo die Asche Dantes sich befindet (zwei von sechs Säckchen mit der mutmaßlichen Asche Dantes befinden in Italien, vier sind verschollen), wer außer Cervantes und Marco Polo noch im Gefängnis geschrieben hat, welche Autoren die besten und welche die schlechtesten Verträge hatten, wer die produktivsten und wer die faulsten Literaten waren, wer alles von der Syphilis heimgesucht wurde, wer welche Testamente hinterließ und wer alles an Zyankali starb. Eine unerschöpfliche Fundgrube von Homer bis zum Dan-Brown-Plagiatsprozess.

Rainer Schmitz
Was geschah mit Schillers Schädel?
Alles, was Sie über Literatur nicht wissen. 1200 Stichwörter, 4000 Namen, 1828 Spalten. 2006 Eichborn 39.90 EUR
Samstag, 27.1.07, 19 Uhr
im Foyer des Gautinger Rathauses, Bahnhofstr. 7, freier Eintritt

Die Bürgermeisterin der Gemeinde Gauting, Brigitte Servatius
und die Buchhandlung L. Kirchheim laden ein zur Lesung zum Auschwitz-Tag mit Helga Cazas.

Ansprache: Dr. Dr. h.c. Hildegard Hamm-Brücher
Musik: Gudrun Haag, Harfe

Die junge Berliner Jüdin Helga Cazas, geborene Treuherz, emigriert 1938 mit ihrer Mutter nach Paris in der vergeblichen Hoffnung, den Vater nachholen zu können. Mit Handarbeiten und Zwischenhandel schlagen sie sich im Vorkriegs-Paris durch. Aus der Internierung durch die Franzosen zurückgekehrt, wird sie nach dem deutschen Einmarsch von Nazi-Behörden, vertreten durch Christoph Graf Dönhoff, erneut verfolgt.
Listenreich und mit einigem Glück entzieht sie sich der Deportation. Dabei helfen ihr Franzosen und Deutsche, Soldaten, Ärzte, Wissenschaftler. Sanitätsärzte operieren sie, so dass sie für die Behörden nicht erreichbar ist. Ein bei Professor Frederic Joliot-Curie am College de France für das deutsche Kernwaffen-Projekt forschender Stabsarzt stellt sie schließlich als Laborantin ein. So ist sie vor weiteren Verfolgungen einstweilen geschützt.
Anders als ihr Vater, der noch im Oktober 1944 in Auschwitz ermordet wurde, wird die Tochter von den Alliierten 1944 endlich befreit. Doch die Sorgen sind damit noch nicht zu Ende. Helga Treuherz wird mehrfach verhaftet und muss sich des Verdachts der Kollaboration erwehren, bis sie endlich 1945 als Patriotin anerkannt und rehabilitiert wird. Die zum Teil abenteuerlichen Geschichten der Autorin zeigen eine junge Frau, deren Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben immer wieder in fremde Bahnen gelenkt wurde.

Inspiriert wurde Helga Cazas u. a. durch ihren Verwandten Zwi Katz, dessen Buch „Von den Ufern der Memel ins Ungewisse. Eine Jugend im Schatten des Holocaust.“ 2002 im Schweizer Pendo Verlag erschienen ist.

Zwi Katz entstammt einer jüdischen Familie aus Litauen. 1941 hatte seine glückliche Kindheit ein abruptes Ende. Als Jude durfte er nicht länger das Gymnasium besuchen und schwebte nun in ständiger Todesgefahr. Katz überlebte alle Schrecknisse: Progrome, Ghetto, den Terror der Einsatzgruppen, KZ und Todesmarsch. Am 2. Mai wurde er von den Amerikanern befreit. Jedes Jahr kommt Katz in Erinnerung an den Todesmarsch und die Befreiung durch die Amerikaner nach Deutschland und spricht in Schulen bei Veranstaltungen.

Helga Cazas
Auf Wiedersehen in Paris. Erinnerungen an eine bewegte Jugend 1938 – 1945.
173 Seiten mit Fotos und Dokumenten.
2005  Fischer TB
9.95 EUR

Zwi Katz Von den Ufern der Memel ins Ungewisse. Eine Jugend im Schatten des Holocaust.
172 Seiten. 2002 Pendo 14.90 EUR