Samstag, 2.12.06, 15 Uhr
in der Buchhandlung, freier EintrittSusanna Partsch und Rosemarie Zacher stellen ihren Erlebnis- und Mitmach-Reiseführer Kinder entdecken den Starnberger See vor und basteln mit den Besuchern Dinge, die in die Weihnachtszeit passen.

Wo geben sich die Biene Maja und Kasperl Larifari ein Stelldichein? Wo sitzt der Schriftsteller Oskar Maria Graf auf einem Bronzekoffer? Und wann trafen sich Sisi und König Ludwig II. auf der Roseninsel?

Der Starnberger See hält für Kinder viele Überraschungen bereit. Das Mitmach-Kinderbuch führt zu lohnenden Zielen, auch jenseits der bekannten Sehenswürdigkeiten, und erzählt viele interessante Geschichten. Zu jedem Kapitel gibt es originelle Bastelvorschläge: vom Safttütenboot, dem Klappkartenschiff und Blätterbildern bis zu Laternen und Galionsfiguren fürs Fahrrad – vieles dafür Nötige findet man am oder im See!

Der anregende Erlebnis-Reiseführer für Kinder und ihre Eltern bietet viele Vorschläge zu Ausflügen rund um den Starnberger See sowie fantasievolle Bastelanleitungen.

Fotos von der Veranstaltung mit Susanna Partsch und Rosemarie Zacher

Susanna Partsch, Rosemarie Zacher
Kinder entdecken den Starnberger See
2006, 112 Seiten, Siegfried Genz Verlag,
12.80 EUR
Donnerstag, 23.11.06, 19 Uhr
in der Buchhandlung, freier EintrittSchach! Für junge Einsteiger.
Anne Franke
und Stefan Kindermann stellen ihr neues Buch vor.

„Schach!“, heißt es nun bald für den weißen König, nachdem seine geliebte Dame dem schwarzen Heer zum Opfer gefallen ist. Aber der König ist nicht verloren, solange sein treuer Königsbauer noch bei ihm ist. Denn dieser besitzt eine geheimnisvolle Fähigkeit… In diesem unterhaltsamen Lehrbuch wird der Anfänger Schritt für Schritt in die Regeln und in die Geschichte des Schachspiels eingeführt. Die einzelnen Figuren werden vorgestellt, wichtige Zugvarianten sowie strategische Tricks erläutert. Mit Hilfe von Rätseln kann das Verständnis getestet, in kleinen Übungen das erworbene Wissen gefestigt werden. Ein Anhang fasst Wichtiges zusammen. Das „Spiel der Könige“ kann beginnen!

Stefan Kindermann ist Internationaler Schachgroßmeister und gründete 2006 die für Westeuropa einzigartige Münchener Schachakademie. Der Schachkolumnist der Süddeutschen Zeitung veröffentlichte bisher mehrere Bücher zu Spezialthemen des Spiels. Schach! ist sein erstes Kinderbuch, zu dem ihn seine fünfjährige Tochter – bereits eine gewandte Schachspielerin – inspirierte.

Anne Franke ist Malerin und Grafikerin. Sie hat bereits mehrere Bücher, darunter auch ein Kinderbuch, illustriert.

Stefan Kindermann
Schach!
Für junge Einsteiger.

Illustrationen von Anne Franke, 2006, 80 Seiten mit 65 farbigen Illustrationen, Knesebeck, 17.95 EUR

 

Montag, 20.11.06, 20 Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt: € 8, ermäßigt € 6Saša Stanišić liest aus seinem Roman
Wie der Soldat das Grammofon repariert.

Stanišić erzählt mit überbordender Phantasie die Kindheit seines Helden Aleksandar an „seinem“ Fluss Drina, er berichtet von Festen, die gefeiert werden, weil die Pflaumen so schön gereift sind, oder weil endlich ein Wasserclosett eingebaut wurde, von üppigen Tafeln und nicht enden wollenden Gelagen, die unerwartet und brutal unterbrochen werden durch randalierende Soldaten. Aleksandar ist der Sohn eines Serben und einer Frau, die plötzlich als Muslimin gilt. „Ich bin Halbhalb“, lernt er auf dem Schulhof. „Ich bin Jugoslawe, ich zerfalle also.“

Saša Stanišić, geboren 1978 in Višegrad im heutigen Bosnien-Herzegowina, kam als Vierzehnjähriger mit seiner Familie auf der Flucht vor dem jugoslawischen Bürgerkrieg nach Deutschland. Er studierte Deutsch und Slawistik in Heidelberg. Seit 2004 Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er erhielt den Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2005. Aufenthaltsstipendium Villa Waldberta 2005/2006. Zur Zeit ist Saša Stanišić Stadtschreiber in Graz. 2005 Gründungsmitglied von OULIPO Deutschland.

Sein Romandebüt „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ gelangte auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis.

Saša Stanišić
Wie der Soldat das Grammofon repariert
Roman. 315 Seiten, 2006, Luchterhand,
19.95 EUR
Freitag, 17.11.06, 20 Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt: € 12, ermäßigt € 8Peter Sloterdijk liest aus seinem neuen Buch
Zorn und Zeit. Politisch-psychologischer Versuch.

Sloterdijk beginnt sein neues Buch mit dem Zitat des ersten Satzes der Ilias: „Den Zorn besinge, Göttin, des Achilles, des Peleussohns….“ Er geht dem Wort und dem Phänomen Zorn in verschiedensten Erscheinungsformen nach und spannt einen Bogen zur aktuellen Zeitdiagnostik.

Der Zorn, ob gerecht oder blind, ist der stärkste und zerstörerischste Motor der Geschichte. Von den tragischen Helden der Antike bis zu den Revolutionären und Hasspredigern der Gegenwart analysiert der Philosoph Peter Sloterdijk die politische Macht des Furors. (Der Spiegel)
Peter Sloterdijk
, geb. 1947 studierte in München Philosophie, Germanistik, Geschichte. Promotion in Hamburg. Seit 1980 freier Schriftsteller, seit 1992 Professor für Philosophie und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Seit 1993 Leitung des Instituts für Kulturphilosophie an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Seit 2002 zusammen mit Rüdiger Safranski: „Im Glashaus – Das Philosophische Quartett“ im ZDF.

Veröffentlichungen (Auswahl):
Kritik der zynischen Vernunft, 2 Bände, 1983, Der Zauberbaum, Roman, 1985, Sphären 1, 2, 3, erschienen 1998, 99, 2003, Im Weltinnenraum des Kapitals, 2005

Die Kritik der SZ   Die Kritik des Starnberger Merkur

Peter Sloterdijk
Zorn und Zeit. Politisch-psychologischer Versuch.
356 Seiten, 2006,
Suhrkamp, 22.50 EUR
Donnerstag, 26.10.06, 20 Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt: € 6, ermäßigt € 4Lesung und Diskussion zum Thema
Glaube zwischen Tradition und Wissen.

Eckard Bruchner moderiert das Gespräch zwischen
dem Gautinger Martin Urban und Prof. Klaus-Peter Jörns, ehemals Humboldt Universität, Berlin. Martin Urban war Leiter der Wissenschaftsredaktion der SZ.

Martin Urban
Warum der Mensch glaubt.
Von der Suche nach dem Sinn.
254 Seiten, 2005, Eichborn  19.90 EUR

Anhand der neuesten Erkenntnisse aus Religionswissenschaften, Gehirnforschung und Psychologie wird gezeigt, dass das Bedürfnis, die Welt zu beobachten und ihr einen Sinn zu geben, biologische Ursachen hat, welche Rolle dabei Vernunft und Verstand spielen und warum das Wissen über die Natur des Glaubens dessen Bedeutung nicht mindert.
Martin Urban studierte Physik, Chemie und Mathematik. Er gründete die Wissenschaftsseite der SZ und war über 30 Jahre lang ihr Leiter.
Bei Eichborn Berlin erschien 2002 „Wie die Welt im Kopf entsteht“.

Klaus-Peter Jörns
Notwendige Abschiede.

Auf dem Weg zu einem glaubwürdigen Christentum.
412 Seiten, 2004, Gütersloher Verlagshaus  24.95 EUR

Klaus-Peter Jörns unterzieht alle zentralen Glaubensaussagen der Christen einer kritischen Revision. Ob die Bedeutung der Bibel oder Jesus Christus, ob Offenbarungsglaube oder Schöpfungsbericht – alles prüft er mit scharfer Analyse und in großer Sympathie. Sein Ziel: die Neuformulierung eines Glaubens, der Leben schafft.
Klaus-Peter Jörns war u.a. Professor für praktische Theologie an der Humboldt Universität und Leiter des Instituts für Religionssoziologie in Berlin.
Bei C.H. Beck erschien „Die neuen Gesichter Gottes“ 2.A. 1999.

Freitag, 20.10.06, 20 Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt: € 6, ermäßigt € 4Michael Pfeifer stellt vor:
Bildung auf Finnisch.
Anspruch, Wirklichkeit, Ideal nach PISA.

Die finnische Schule steht in einem legendären Ruf – seit die PISA-Studie dem Land internationales Bildungs-Renommee eingetragen hat. Die deutsche Diskussion dagegen arbeitet sich an Detailfragen ab und wagt nicht die grundsätzliche Befragung des eigenen Systems. Was das finnische Bildungssystem so erfolgreich macht, soll in dieser zusammenfassenden Darstellung Eltern, Lehrern und Politikern vermittelt werden. Das Thema wird in einen größeren geschichtlichen, kulturellen und bildungspolitischen Horizont gestellt und unter verschiedenen Perspektiven kritisch aufgefächert. Zudem werden erste Thesen zur Problematik in Deutschland formuliert.

Michael Pfeifer (*1972), Diplompädagoge, war verschiedene Male zu Forschungszwecken in Finnland. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Schulentwicklungsforschung der Universität Dortmund beim Projekt «Pädagogische Arbeitszeit und Schulentwicklung am Modell Bremer Ganztagsschulen». Er arbeitet z. Z. an seiner Dissertation.

Die Kritik des Starnberger Merkur

Michael Pfeifer
Bildung auf Finnisch
. Anspruch, Wirklichkeit, Ideal nach PISA.
112 Seiten, 2006  
P. Kirchheim Verlag
11.50 EUR
Dienstag, 17.10.06, 20 Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt: € 8, ermäßigt € 6

Sibylle Picot
stellt ihren umfangreichen Beitrag zur 15. Shell Jugendstudie vor:
Jugend in einer alternden Gesellschaft.
Die qualitative Studie: Analyse und Portraits.
Die aktuelle Shell Jugendstudie Jugend 2006 widmet sich erstmalig dem Themenschwerpunkt „Jung und Alt“: Wie sieht sich die junge Generation mit all ihren Erwartungen an die eigene Zukunft in einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft? Quer durch ganz Deutschland befragte Sibylle Picot zusammen mit ihrer Kollegin Michaela Willert Jugendliche aller Bildungsniveaus zwischen 15 und 25 Jahren, die einen Kontakt zur älteren Generation aufweisen konnten. Im vorliegenden Buch sind 20 dieser Interviews ausgewählt. Sowohl die Analyse der Portraits als auch die Befragungen der Jugendlichen sind außerordentlich interessant, aufschlussreich und spannend zu lesen.

Sibylle Picot studierte an der LMU in München Soziologie (M.A.). Danach Projektleiterin bei Infratest Sozialforschung zuerst im Themenbereich politische Einstellungsforschung, später im Bereich Frauenforschung. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte liegen inzwischen in der Jugendforschung und beim Thema Bürgerengagement. Seit 2001 arbeitet sie als selbständige Sozialforscherin. Zahlreiche Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und Büchern.

Jugend 2006.
15. Shell Jugendstudie. Eine pragmatische Generation unter Druck.
Konzeption & Koordination:
Klaus Hurrelmann & Mathias Albert
506 Seiten, Fischer TB,
14.95 EUR
Mittwoch, 12.4.06, 20 Uhr
in der Buchhandlung,Eintritt: € 8, ermäßigt € 6Lars Brandt liest aus Andenken

Willy Brandt, der Vater, regierender Bürgermeister von Berlin, später Bundeskanzler, und Lars Brandt, der Sohn, treffen in diesem Buch zusammen. Dem Leser wird Einblick in die private Sphäre des Politikers gegeben, gleichzeitig wird die nötige Distanz gewahrt, so dass sich in keinem der kurzen Kapitel ein voyeuristischer Blick auf die Familie einstellen kann.
Mit viel Einfühlungsvermögen schildert der Autor Szenen aus dem privaten und öffentlichen Leben seines Vaters, politische Stationen wechseln ab mit Angelausflügen und Ferienreisen nach Skandinavien. Lars Brandt ist ein kunstvolles und außergewöhnlich kluges Buch gelungen.

„Getragen wird Andenken von der existenziellen Frage, wie nah man einem anderen Menschen, dem eigenen Vater, überhaupt kommen kann. Aus allem, was der Autor sorgfältig und sensibel memoriert, entsteht eine einleuchtende und anrührend liebevolle Nahaufnahme. Denn Lars Brandts Methode und sein literarisches Temperament sind ihrem Gegenstand nicht nur gänzlich angemessen, sondern im wahren Wortsinn verwandt.“
Kirsten Vogt, SWR-Bestenliste März 06

Lars Brandt, geb. 1951 in Berlin, studierte Politologie, Philosophie und etwas Japanisch. Seit Mitte der 70er Jahre arbeitet er als freier Künstler (Filme, Texte, Bilder).
2000 „Momente des Glücks“ Dokumentarfilm über H.C. Artmann
2001 erschien sein Buch H.C. Artmann ein Gespräch im Residenz Verlag
Lars Brandt lebt in Bonn.

„Er bringt uns den zwar bekannten, aber doch fremden Menschen Willy Brandt erstaunlich rührend nahe.“ Uwe Timm

Die Kritik der SZ   Die Kritik des Starnberger Merkur

Lars Brandt
Andenken
155 Seiten mit 5 Abb.
2006, Hanser,
15.90 EUR

Donnerstag, 30.3.06, 20 Uhr
in der Buchhandlung,Eintritt: € 8, ermäßigt € 6Feridun Zaimoglu
stellt seinen neuen Roman Leyla vor.

Eine anatolische Kleinstadt in den fünfziger Jahren. Hier wächst Leyla als jüngstes von fünf Geschwistern auf, im engen Kreis der Familie und der Nachbarschaft, und hegt einen großen Wunsch: Sie will dieser Welt entkommen.
Feridun Zaimoglu wendet den Blick zurück auf das Land, aus dem er mit seinen Eltern kam. Ein Land, erstarrt im Kalten Krieg, in dem ein strenger Glaube den Alltag durchdringt, die Familien dem Vater unterstehen, den Frauen ein bescheidener Platz zugewiesen ist – und in dem all das ins Wanken gerät. Leyla erobert sich kleine Freiheiten, die sie wieder verliert, als sie zur Frau wird. Erst der Umzug der Familie nach Istanbul eröffnet neue Möglichkeiten: Leyla lernt einen Mann kennen und verliebt sich, doch die beiden haben keine Zukunft in der Türkei.

Feridun Zaimoglu, geboren 1964 im anatolischen Bolu, lebt seit mehr als 30 Jahren in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel, wo er seither als Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist arbeitet.
Im Jahr 2002 erhielt er den Hebbel-Preis, 2003 den Preis der Jury beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt.

Die Kritik der SZ

Feridun Zaimoglu
Leyla
Roman.
528 Seiten, 2006,
Kiepenheuer & Witsch, 22.90 EUR
Donnerstag, 9.3.06, 20 Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt: € 8, ermäßigt € 6

Eberhard Weis  –  Lesung und VortragMontgelas
Der Architekt des modernen bayerischen Staates 1799-1838,
Band 2

Dies ist die grundlegende Biographie über Maximilian Graf von Montgelas, den Begründer des modernen bayerischen Staates, einen der bedeutendsten Minister der deutschen Reformzeit. Zugleich ist sie ein Beitrag zur Geschichte Bayerns und Deutschlands in den Epochen Napoleons und des Wiener Kongresses. Der hier vorgelegte Band umfasst die gesamte Ministerzeit 1799 -1817 mit einem Ausblick auf Montgelas‘ weiteres Leben bis 1838.
Der früher erschienene erste Band (1988) stellt den persönlichen und geistigen Werdegang von Montgelas bis zu seinem Amtsantritt in München dar (1759 -1799).

Eberhard Weis ist em. Professor für Neuere Geschichte an der Universität München und Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Die Kritik der SZ   Die Kritik des Starnberger Merkur

Eberhard Weis Montgelas
872 Seiten, Leinen, 2005, Beck, 68 EUR