Mittwoch, 23.11.05, 20 Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt: € 8, ermäßigt € 6

Katja Huber liest aus ihrem ersten Roman Fernwärme.Der Roman der Hörspielautorin beginnt mit der Wiederbegegnung von Großvater und Großmutter in Ostberlin nach dem Krieg und springt nach einigen Seiten in die Gegenwart der Protagonistin Anna in München. Perspektive und Erzähler wechseln das ganze Buch hindurch immer wieder: Rußland – Deutschland, junge Frau – kleines Kind, Politik und Liebeswirren. Trotz der anspruchsvollen Erzählstruktur überrascht das eindringliche Erzählen den neugierigen Leser mit einem leicht gestimmten, unkonventionellen und spannenden Buch.

Fernwärme 141 Seiten, P. Kirchheim Verlag  15 EUR

Sonntag, 13.11.05, 20Uhr
in der Buchhandlung,Eintritt: € 8, ermäßigt € 6Harry Luck Wiesn Feuer und 
Rüdiger Offergeld Kundry weint
Lesung und Gespräch mit den beiden Gautinger Autoren.

Wiesn Feuer 211 Seiten, KBV Taschenbücher  8.90 EUR

Eine tödliche Bedrohung liegt über der Wiesn: 25 Jahre nach dem Bombenanschlag auf dem Münchner Oktoberfest kündigen Unbekannte wieder ein verheerendes Attentat an. Doch die Verantwortlichen wollen die Gefahr lieber unter der Decke halten und lehnen strikt eine Absage des größten Volksfestes der Welt ab. Auch der Münchner Lokalreporter Frank Litzka recherchiert und spricht mit den Opfern von damals. Dabei kommt er einer Gruppe Rechtsradikaler auf die Spur. Handelt es sich nur um verwirrte Spinner oder gefährliche Terroristen? Zur gleichen Zeit landet auf dem Schreibtisch von Kriminalhauptkommissar Jürgen Sonne die Akte eines ungelösten Falls: der „Wiesn-Mord“. Es ist schon einige Jahre her, dass eine junge Frau getötet wurde – sie hat damals als Bedienung auf dem Oktoberfest gearbeitet.

Kundry weint, ein Bayreuth-Roman.
8 Seiten, Allitera Verlag  12 EUR

Es ist etwas faul auf dem Grünen Hügel in Bayreuth: Der Direktor des Richard-Wagner-Nationalarchivs wird ermordet aufgefunden, drei Tage nachdem ein Unbekannter den schwarzen Schwänen im Park des Hofgartens die Kehle durchgeschnitten hat. Jetzt rumort es in der Stadt. Hatte nicht einst König Ludwig II. Richard Wagner zwei schwarze Schwäne als Geburtstagsgeschenk überreicht? Ist es wahr, dass der Tote schwarze Federn in der starren Hand hielt? Wer steckt hinter den Morddrohungen gegen die jüdische Journalistin, die im Wagner-Archiv den Briefwechsel zwischen Hitler und dem Hause Wahnfried untersucht? Und was hat der amerikanische Wissenschaftler mit all dem zu tun, der ein „Messias der Gentechnik“ und ein glühender Wagner-Anhänger ist? Ein Skandal jagt den nächsten – und das kurz vor der Festspielzeit! Der Kriminalpsychologe Firmian Dall Armi wird beauftragt, der Bayreuther Polizei zur Seite zu stehen. Seine Ermittlungen führen ihn in die bizarre Welt der Wagnerianer, in eine Welt voller Mythen und menschlicher Abgründe – und direkt in die dunkle deutsche Vergangenheit.

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Harry Luck
Dienstag, 25.10.05, 20 Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt: € 8, ermäßigt € 6

Arnon Grünberg liest aus seinem Roman Der Vogel ist krank.Vor den Wagnissen einer Schriftstellerkarriere hat sich Christian Beck in eine Existenz als Übersetzer von Gebrauchsanweisungen geflüchtet – ein Asyl vor dem eigenen Leben. Doch wie lange kann man sich aus dem Leben heraushalten? Als seine langjährige Freundin todkrank wird, will sie heiraten – aber nicht ihn.

Der Vogel ist krank 495 Seiten, Diogenes  10.90 EUR

Montag, 17.10.05, 20 Uhr
Eintritt: Vorverkauf € 10, Abendkasse € 12, ermäßigt € 8
Ort: Bosco-Saal, Oberer Kirchweg 1, 82131 GautingAxel Hacke liest aus Der weiße Neger Wumbaba
Kleines Handbuch des Verhörens (Kunstmann).

Ein kleines Handbuch des Verhörens hat Axel Hacke zusammengestellt, in dem wir dem Erdbeerschorsch begegnen und Holger, dem Knaben mit lockigem Haar, in dem Gott, der Herr, sieben Zähne hat und am Tannenbaum die Blätter grinsen. Verhörer, die in Michael Sowas Bildern unvergessliche Gestalt annehmen.

Die Kritik der SZ

Dienstag, 11.10.05, 20 Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt: € 10, ermäßigt € 8

Filmvorführung und Buchvorstellung mit Sigrid Faltin:
Die Baroness und das Guggenheim. Hilla von Rebay – eine deutsche Künstlerin in New York (Libelle Verlag).Hilla von Rebay, 1890 in Straßburg geboren, ist in Freiburg, Hagenau und Köln aufgewachsen: eine deutsche Generalstochter, die sich ihr Studium der Malerei in Paris ertrotzt, als staatliche Kunstakademien noch keine Frauen zulassen. Im New York der 30er-Jahre baut sie für einen der reichsten Männer die erste Sammlung abstrakter Kunst auf und wird die «Queen of Art» für bedrängte Künstler. Sie wird die erste Direktorin der Guggenheim-Stiftung und bringt Solomon Guggenheim dazu, ein Museum zu bauen. Die Autorin erzählt fesselnd und aus vielen Quellen die Lebensgeschichte einer ungewöhnlichen Künstlerin.

Samstag, 1.10.2005, 6Uhr
in der BuchhandlungPotter-Frühstück im Morgengrauen

Die Kritik der SZ

Mittwoch, 11. 5. 2005, 20Uhr
in der Buchhandlung,Eintritt: € 8, ermäßigt € 6Jürgen Neffe liest aus Einstein. Eine Biographie

Dieses Buch erzählt die Geschichte eines genialen Wissenschaftlers – und schildert zugleich eine ganze Epoche. Beschrieben wird das Leben und Wirken eines Mannes, der unser aller Weltbild revolutionierte. Und gefragt wird nach dem Menschen Einstein, der durch sein unkonventionelles Äußeres die Menschen stets  besonders faszinierte. Was verbirgt sich hinter dem Mythos Einstein, und welche Bedeutung haben seine Forschungen für unsere heutige Zeit?

Einstein. Eine Biographie
490 Seiten mit Fototafeln, Rowohlt, Reinbek  22.90 EUR

Montag, 2. 5. 2005, 20Uhr
in der Buchhandlung,Eintritt: € 8, ermäßigt € 6Thomas Meinecke
liest aus seinem neuen Roman Musik
und legt anschließend Platten auf.

Jedes Jahr vergibt die Stadt München den Tukan-Preis für die beste belletristische Neuerscheinung eines Autors/einer Autorin aus München. Heuer lagen der Jury 69 Bücher zur Begutachtung vor. Ausgezeichnet wird der Roman »Musik« des Autors und Musikers Thomas Meinecke.

»Musik ist ein höchst vergnügliches Lesebuch der Gegenwart bzw. der ebenso ambitionierte wie entspannte Versuch, fortlaufende aktuelle Diskurse parallel in ein Buch zu bannen und zu ironisieren«, schreibt die Jury. »Mit dem Geschwisterpaar Kandis und Karol aus Oberbayern – sie Schriftstellerin, er Lufthansa-Steward – führt Meinecke den Leser auf Spurensuche durch Mythen und Zeitgeist, Geschichte und Postmoderne. Während sich Kandis in einer Südtiroler Almhütte (und anderswo) mit den historischen Ansätzen zu weiblichem Schreiben beschäftigt, fliegt Karol durch die Welt- und Musikgeschichte und diskutiert mit bezaubernden Kolleginnen auf höchstem Niveau über »QueerTheory« und sexuelle Dissidenz. König Ludwig II., Claudia Schiffer, Erich Honecker und andere Geburtstagskinder des 25.August werden von Meinecke und Kandis (beide ebenfalls an diesem Tag geboren) als Leuchtbojen zur Orientierung in einem frei flottierenden Erzählstrom gesetzt. Meinecke ist ein Philatelist der Codes, Gebärden und Inszenierungen, der Quellen und Fragen.

Der Jury gehörten heuer an: Knut Cordsen, Katrin Hillgruber, Luitgard Kirchheim, Dr. Thomas Kraft und Daniela Weiland sowie aus dem Stadtrat Dr. Ingrid Anker, Thomas Niederbühl, Marian Offman, Ursula Sabathil und Christine Strobl.

Die Kritik der SZ

Thomas Meinecke,
Foto: Eva Leitolf
Sonntag, 24. 4. 2005, 20Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt: € 8, ermäßigt € 6
Unsere Veranstaltung zum Welttag des Buches am 23.4.2005

Alois Prinz stellt vor: Lieber wütend als traurig.
Die Lebensgeschichte der Ulrike Marie Meinhof.
Gespräch, Lesung und Filmvorführung

Mit Anfang dreißig hatte Ulrike Meinhof erreicht, wovon andere träumten. Doch 1970 ließ sie dieses Leben hinter sich, um in den Untergrund zu gehen.
Von nun an galt sie als „Stimme der RAF“ – und als „Staatsfeind Nr. 1“. Ein radikaler Schnitt, der bis heute schwer nachvollziehbar scheint. Alois Prinz folgt ihren Lebensspuren, von der Kindheit im Dritten Reich bis zu ihrem Tod in Stammheim. Er lässt dabei Zeitzeugen sprechen und präsentiert schwer zugängliches und bisher unveröffentlichtes Material. Mit gebotener Distanz erzählt er ein Leben, in dem sich die Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik spiegelt und das zugleich fundamentale Fragen politischer Ethik aufwirft. Ein Urteil über den Menschen Ulrike Meinhof überlässt er dabei dem Leser.

Lieber wütend als traurig.
Die Lebensgeschichte der Ulrike Marie Meinhof.
328 Seiten mit Fotos, Beltz  14.90 EUR

Die Kritik der SZ

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2004.
Freitag, 15. 4. 2005, 20Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt: € 8, ermäßigt € 6

Fee Czisch stellt vor: Kinder können mehr.
Anders lernen in der Grundschule.

Kinder brauchen eine Schule, in die ich selber gern gehe, sagte sich Fee Czisch,  als sie vor Jahren Grundschullehrerin wurde. Und vollzog, über zwei Jahrzehnte hinweg, ihre ganz persönliche Schulreform – mitten im real existierenden Schulsystem. Oberstes Kriterium: die Kinder. Ihre Neugier, ihre Lust auf die Welt, ihre Fragen, ihr Können. Offener Unterricht, Wochenpläne statt Lernen im Klingeltakt. Erfahrung statt Belehrung; Selbstständigkeit, Zusammenarbeit und Kommunikation statt Notendruck und früher Auslese. Im Klassenzimmer entsteht eine bunte Welt aus Pflanzen und Tieren, aus Büchern, Sofas und Regalen voller attraktiver Arbeitsmaterialien. Lernen kann eine Lust sein, wenn man keine Mühsal draus macht. Wer Kinder – ihre Bedürfnisse wie ihre Fähigkeiten – wirklich ernst nimmt, braucht nicht die große Reform von oben abzuwarten, um ihnen eine grundlegend andere Schule anzubieten.
Ein Buch, das Lehrern wie Eltern Mut macht, gleich morgen damit anzufangen.

Die Kritik der SZ


Kinder können mehr.
Anders lernen in der Grundschule.

Gebunden. 320 Seiten.
2005. Kunstmann.
19.90 EUR
Montag, 7. 3. 2005, 20 Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt: € 10, ermäßigt € 6Rüdiger Safranski liest aus Schiller
oder die Erfindung des Deutschen Idealismus

Jugendliches Genie, Revolutionär, Dichter. Rüdiger Safranski entstaubt in seiner Schiller-Biographie eine der schwungvollsten Gestalten unserer Literatur. Friedrich Schiller läutete mit seinem Enthusiasmus die Epoche der deutschen Geistesgeschichte ein, die man später den „Deutschen Idealismus“ genannt hat. Mit diesem großen Buch über Schillers Leben und Denken könnte seine Renaissance beginnen.

Schiller oder Die Erfindung des Deutschen Idealismus.
Biographie. 559 Seiten, Hanser  25.90 EUR

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Donnerstag, 17. 2. 2005, 20Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt frei, Spenden erbeten.

Dr. Wolfgang Schweiger  
Film- und Bildvortrag
über ASIA-Hilfsprojekte in Tibet
Hilfe zur Selbsthilfe, Aktionen für tibetische Nomadenkinder

Der Gautinger Arzt Dr. Wolfgang Schweiger war wiederholt für ASIA in Tibet tätig. Auf seinen Einsätzen konnte er einen tiefen Einblick in die dort herrschenden Verhältnisse gewinnen. Die Hilfsorganisation ASIA (Association for International Solidarity in Asia) wurde 1988 vom Tibeter Prof. Namhai Norbu Rinpoche gegründet und ist vor allem im tibetischen Kulturraum tätig. Der Schwerpunkt der Arbeit nach dem Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ liegt im Bereich der schulischen Ausbildung und der medizinischen Versorgung. Erstmalig wird nun ein Film über die Arbeit in Amdo bei den tibetischen Nomaden im heutigen China gezeigt. Eindrucksvolle Bilder zeigen das Leben der tibetischen Kinder im Spannungsfeld von nomadischer Tradition und modernem China – in einer Gegend, die durch dramatische Klimaveränderungen zunehmend zur Wüste wird. Mit Hilfe von Patenschaften können auch die Ärmsten- und Waisenkinder eine Ausbildung in ihrer tibetischen Heimat erhalten und werden dennoch auf die Herausforderungen des modernen China vorbereitet.
Wir freuen uns auf den Abend mit Film und authentischen Berichten und der Vorstellung eines Fotobandes über Kailash, den Charlotte Füllenbach soeben veröffentlicht hat.