Mittwoch, 1.12.2004, 20Uhr
in der Buchhandlung Eintritt: € 8, ermäßigt € 6

Hans-Peter Schwarz liest aus seinem neuen
biographischen Essay Anmerkungen zu Adenauer.

Mehr als drei Jahrzehnte nach seinem Tod wählen deutsche Fernsehzuschauer Konrad Adenauer zur bedeutendsten Persönlichkeit der deutschen Geschichte. Der beste Kenner des ersten Kanzlers der Bundesrepublik ergründet in einem brillanten biographischen Essay Persönlichkeit und politische Leistung dieses vielschichtigen Gründungsvaters der zweiten deutschen Demokratie.

Ein verblüffender Vorgang: Das „neue“ Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg wird von einem Staatsmann gestaltet, der schon im preußischen Köln zur Schule ging, als Bismarck noch Reichskanzler war. 1917 Oberbürgermeister seiner Heimatstadt, wird er von den Nazis entlassen. 1949 – mit 73 Jahren – wird Adenauer Bundeskanzler und bleibt es 14 Jahre lang. Wie gelang es diesem damals so umstrittenen Mann mit seiner ganz ungewöhnlichen politischen Vitalität, die Bundesrepublik in die Gemeinschaft der westlichen Demokratien zu führen?


Anmerkungen zu Adenauer 217 Seiten, DVA  17.90 EUR

Die Kritik des Starnberger Merkur

Mittwoch, 24.11.2004, 20Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt: € 8, ermäßigt € 6

Gert Heidenreich liest aus seiner
Biografie über Thomas Gottschalk.

Thomas Gottschalk ist Star, Clown und der Liebling der Zuschauer. Bislang hat er sein Privatleben, seine Gedanken und Gefühle vor der Öffentlichkeit abgeschirmt. Für Gert Heidenreich öffnet er erstmals sein Archiv. Die beiden sind seit über dreißig Jahren befreundet. Gert Heidenreich hat zahlreiche Interviews mit der Mutter, anderen Familienmitgliedern, Freunden und Kollegen geführt. Erzählt wird eine märchenhafte Karriere.

Thomas Gottschalk. Die Biographie
300 Seiten mit zahlreichen Fotos, DVA  19.90 EUR

Sonntag, 14.11.2004 um 11 Uhr
Sonntags-Lesung bei Kirchheim
Klaus Kordon liest aus dem neuen Roman Julians Bruder.

Der neue Kordon: Die Geschichte einer bewegenden Freundschaft, einer großen Liebe und einem dunklen und bisher wenig bekannten Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte: Paul und Julian wachsen in Berlin wie Brüder auf. Den Zweiten Weltkrieg erlebt Julian in Verstecken, denn er ist Jude. Nach dem Krieg könnte für sie ein neues Leben beginnen, doch nach wenigen Tagen Frieden werden die beiden verhaftet und kommen in ein sowjetisches Internierungslager – das ehemalige KZ Buchenwald.

Julians Bruder 628 Seiten. Ab 14 Jahren. BELTZ  18.90 EUR

Dienstag, 9.11.2004, 20Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt: € 8, ermäßigt € 6

Brigitte Hamann stellt ihr neuestes Buch vor:
DER ERSTE WELTKRIEG
Wahrheit und Lüge in Bildern und Texten

Zum 90. Jahrestag am 28. Juni 2004 öffnet Brigitte Hamann ihr umfangreiches Archiv mit Dokumenten zum Ersten Weltkrieg und präsentiert einen eindrucksvollen Text-Bild-Band.

Der Erste Weltkrieg. Wahrheit und Lüge in Bildern und Texten.
191 Seiten mit 425 meist farbigen Abbildungen. PIPER  29.90 EUR

Sonntag, 17.10.2004 um 20 Uhr
Sonntags-Lesung bei Kirchheim
in der Buchhandlung, Eintritt: € 8, ermäßigt € 6

Martin Suter liest aus Lila, Lila.

David liebt Marie. Aber Marie interessiert sich nicht groß für den Kellner, der da unbeholfen um sie herumschleicht. Dann macht David einen Fund. In der Schublade eines alten Nachttischs entdeckt er das Manuskript eines Romans. Es muß aus den fünfziger Jahren stammen und handelt von einer Liebe, so tief und rein, wie sie im zynischen postmodernen 21. Jahrhundert kaum mehr erfunden werden kann. Marie, die David für den Autor hält, ist hingerissen und bietet das Manuskript ohne sein Wissen einem Verlag an. Lila, Lila wird zu einem Bestseller…

Martin Suter, geboren 1948 in Zürich, lebt mit seiner Frau in Spanien und Guatemala. Er war Werbetexter und erfolgreicher Werber, ein Beruf, den er immer wieder durch andere Schreibtätigkeiten ergänzt oder unterbrochen hat. Unter anderem ›GEO‹-Reportagen, zahlreiche Drehbücher für Film und Fernsehen. Seit 1991 lebt er als freier Autor, seit 1992 schreibt er die wöchentliche Kolumne ›Business Class‹ in der ›Weltwoche‹.

Kritik der Süddeutschen Zeitung

Lila, Lila
Roman, 352 Seiten
Diogenes 21.90 EUR

Sonntag, 20.6.2004, 20 Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt: € 8, ermäßigt € 6

Urs Widmer liest aus Das Buch des Vaters

›Das Buch des Vaters‹ ist die Aufzeichnung eines leidenschaftlichen Lebens, von der Liebe zur Literatur bestimmt. Von den großen Utopien, Hoffnungen und Enttäuschungen des 20. Jahrhunderts. Und von der Liebe zu Clara Molinari, einer geheimnisvollen Frau.

Urs Widmer, geboren 1938 in Basel, studierte Germanistik, Romanistik und Geschichte. Er lebt als Schriftsteller in Zürich.

„Widmer gilt seit dem Blauen Siphon (1992), dem Geliebten der Mutter (2000) als einer der wichtigsten Schweizer Schriftsteller der Gegenwart. Auch die jetzt nachgetragene Liebeserklärung an seinen Vater enthält wieder betörend eindrucksvolle Passagen und unvergessliche Episoden…“ Die Zeit

Kritik der Süddeutschen Zeitung

Urs Widmer, Das Buch des VatersDas Buch des Vaters
Roman. 224 Seiten.
Diogenes 19.90 EUR
1. Gautinger Lesenacht
Das Programm der Gautinger Lesenacht am 15. Mai 2004 und Presse-Reaktionen
Freitag, 2.4.2004, 20 Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt: € 8, ermäßigt € 6

Wibke Bruhns liest aus
Meines Vaters Land – Geschichte einer deutschen Familie

Am 26. August 1944, einem strahlenden Sommertag, wurde der Abwehroffizier im Oberkommando der Wehrmacht, Major Hans Georg Klamroth, in Plötzensee hingerichtet. Elf Tage zuvor hatte ihn der Volksgerichtshof wegen Mitwisserschaft am Attentat auf Hitler vom 20. Juli zum Tode durch den Strang verurteilt.

Dekaden später, im Jahr 1979, sah sich seine jüngste Tochter, die stern-Reporterin Wibke Bruhns, bekannt geworden 1971 als erste Nachrichtensprecherin des bundesdeutschen Fernsehens, zufällig eine TV-Dokumentation über den 20. Juli an. In einer kurzen Filmsequenz entdeckte sie ihren Vater, wie er kerzengerade, in einem zu großen Anzug, vor dem tobenden Präsidenten des Volksgerichtshofes, Roland Freisler, stand. Diese Szene prägte sich ihr unauslöschlich ein. Sie beschloss, Nachforschungen anzustellen über den Mann, von dem sie kaum etwas wusste. Denn sie war, 1938 geboren, erst ein knappes Jahr alt, als der Zweite Weltkrieg begann – ihren Vater hatte sie nur selten zu Gesicht bekommen –, und nach 1945 herrschte eine „diffuse Familien-Übereinkunft des Nichtredens“ über das, was damals geschehen war….

Meines Vaters Land markiert eine neue Form der Auseinandersetzung mit der NS-Zeit und den Verstrickungen der Elterngeneration. Der anklägerische Gestus der 68er ist verschwunden. Die Autorin will nicht verurteilen, sondern verstehen – verstehen, wie es so weit hat kommen können. Am Ende macht sie ihren Frieden mit dem Vater: „Du hast den Blutzoll bezahlt, den ich nicht mehr entrichten muss. Ich habe von dir gelernt, wovor ich mich zu hüten habe.“ Ein anrührendes, mutiges, wahrhaftiges Buch. Man kann es nicht ohne Erschütterung lesen.
Volker Ulrich/Die Zeit

Kritik des Starnberger Merkur   Kritik der Süddeutschen Zeitung


Meines Vaters Land-
Geschichte einer deutschen Familie. 2004. 385 Seiten mit 8 Fototafeln.
ECON  22.00 EUR
Freitag, 5.3.2004, 20 Uhr
in der Buchhandlung, Eintritt: € 6, ermäßigt € 4

Buchpremiere bei Kirchheim
Sabine Zaplin stellt ihren ersten Roman Engelsalm vor.

Eva hat ihren Job verloren und kommt zurück nach Edering, wo sie aufgewachsen ist. Ihre Eltern führen dort in zweiter Generation ein Bestattungsunternehmen und bieten ihr an, ins Geschäft einzusteigen. Aber Eva zögert, die Gespenster der Vergangenheit holen sie ein. Als sie neun Jahre alt war, verunglückten kurz hintereinander sechs Kinder am Ort. Damals war Eva befreundet mit Lilith, einem Flüchtlingskind, das am Ortsrand, auf der Engelsalm, in einer Notunterkunft lebte. «Dort tragen die Engel Ederings Kinder gen Himmel», sagte der Großvater, und alle Erwachsenen meinten, die wilde Lilith sei schuld am Tod der Kinder. Doch eins fehlte noch, in der finsteren Logik jener Jahre, fraß nicht auch der Wolf sieben Geißlein? Seit damals ist Lilith verschwunden, und nun, zwanzig Jahre später, macht sich Eva auf die Suche nach der Geschichte der Engelsalm. Sabine Zaplin erzählt eine Geschichte vom Ende der Kindheit, spannend, atmosphärisch, dicht, eine Geschichte von heute, ein böses, schönes Märchen. 

Sabine Zaplin, 1964 geboren, hat als Regisseurin und Schauspielerin am Theater gearbeitet, Germanistik studiert, Theaterstücke geschrieben und verschiedene Literaturpreise erhalten. Zahlreiche journalistische Arbeiten für SZ und BR. 2001 bekam sie ein Literaturstipendium der Landeshauptstadt München für die Arbeit an ihrem Romanprojekt Engelsalm. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Gauting. Engelsalm ist ihr erster Roman.

Engelsalm
Roman. 2004.
320 Seiten.
C.H.Beck 22.90 EUR